Juwel von Rambin: Das versteckte Kloster

Kunstvolle Deckenmalereien in der Kapelle mit einer Weisheit, die sich heutzutage manche Politiker hinter die Ohren schreiben müssten.

Kunstvolle Deckenmalereien in der Kapelle.

Angela Pfennig, promovierte Gartenbauhistorikerin aus Stralsunder, setzt die Besucher bei der Führung durch die Anlagen des Klosters St. Jürgen vor Rambin in Erstaunen.

Angela Pfennig führt durch die Parkanlage.

Hinter Bäumen und Sträuchern im Osten des Rambiner Dorfkerns versteckt sich ein Juwel: Die Klosteranlage St. Jürgen vor Rambin. Das geschichtlich mit dem Ort eng verbundene Terrain gilt heute als Geheimtipp für Touristen, sogar für die meisten Einheimischen. Denn, was hier im Verborgenen – leider – dem langsamen Verfall überlassen ist, ist selten Ziel einer touristischen Exkursion. Das Kloster wurde mit seiner Stiftung von 1334 erstmals in historischen Werken erwähnt. Und zwar nicht als Stätte der frommen Kontemplation, sondern als Aussätzigenheim. Hier fanden Leprakranke Zuflucht und Hilfe.

Später, nachdem die Krankheit einigermaßen im Zaum gehalten werden konnte, wurde St. Jürgen in eine Wohnstätte umgewandelt. Arme und Schwache konnten hier ein lebenslanges Wohnrecht erhalten. So gesehen, ein frühes Sozialprogramm.
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Rambins Klostergärten

Am Sonnabend, 09. April, führt die Stralsunder Gartenhistorikerin Dr. Angelika Pfennig interessierte Besucher durch die Klostergärten von Rambin. Treffpunk: Zehn Uhr an der Kapelle. 

Zu den Sorgen des Vereins gehört das Kloster St. Jürgen vor Rambin; es verfällt zusehends. Bei der Stadt Stralsund, Eigentümerin der Immobilie, hat man bislang kein Gehör gefunden. Die Stadt will das Areal, zu der auch historisch wertvolle Wohngebäude gehören verpachten.

Zu den Sorgen des Heimatvereins gehört das Kloster St. Jürgen vor Rambin; es verfällt zusehends. Bei der Stadt Stralsund, Eigentümerin der Immobilie, hat man bislang kein Geld für die Restaurierung locker gemacht. Die Stadt will das Areal, zu der auch historisch wertvolle Wohngebäude gehören, verpachten.

Die ursprüngliche Nutzung der Park- und Gartenanlagen ist auch heute noch auf dem Gelände zu erkennen: Die Gliederung in Nutzgärten und Obstwiesen zur Selbstversorgung der Bewohner, Parkanlage und Schmuckplatz. Wohngebäude und Gartenanlagen werden heute nur noch zum Teil genutzt und sind, wie auch die Kapelle, vom Verfall bedroht. Eigentümerin ist die Hansestadt Stralsund. Sie versucht schon seit Jahren einen Investor zu gewinnen.
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Beton statt Asphalt

Die gute Infrastruktur bringt nicht nur Vorteile. Seitdem die neue Bundesstraße 96 für den Verkehr freigegeben ist, klagen viele Bürger in Rambin über die Lärmbelastung.

Die gute Infrastruktur bringt nicht nur Vorteile. Seitdem die neue Bundesstraße 96 für den Verkehr freigegeben ist, klagen viele Bürger in Rambin über die Lärmbelastung.

Rambin. Ein Segen sollte die neue Bundesstraße 96 für Rügen und Rambin werden: Keine Staus mehr vor der Haustür, keine Abgase, Touristen und Einheimische sollten zügig vorankommen. Kaum war die neue Bundesstraße 96 für den Verkehr freigegeben, da gab es den ersten Ärger. Damit befasste sich kürzlich die Gemeindevertretung von Rambin. Meinen Bericht über eine Fahrbahn in Beton, statt in Asphalt, erschienen in der Ostsee-Zeitung am 25. Januar, und den Fahrplan für die weiteren Beratungen findest Du hier…

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Alles ist relativ

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2015_12_15_B 96n Geräuschkulisse über dem Ort Rambin_01_wpWas ist gut, was schön, was schlecht oder hässlich? Was ist nützlich, was schädlich? Darauf mag sich jeder seinen eigenen Vers machen. Vielleicht hat er doch recht, der große Albert Einstein: Alles ist relativ.

Es gab schon mal Winter bei uns, diesmal will er jedenfalls nicht so recht in unsere rügensche Landschaft schneien. Am Kubitzer Bodden sah es Weihnachten 2012 wie im linken Bild aus (anklicken), wir hatten Schnee und Eis. Weihnachten 2015 haben wir eine nützliche Straße. Und der Kubitzer Bodden sieht vor lauter Regen, dicken Wolken und Sturm ganz traurig aus.

Wir jedenfalls nehmen es wie’s kommt und blicken auf ein alles in allem wunderbares Jahr zurück. Möge es Euch auch so gehen und das kommende Jahr viel Erfüllung und Wohlbefinden bringen.

Das wünschen wir allen, die uns kennen, verbunden mit einem Dankeschön für schöne Zusammenkünfte und gutes Zusammenwirken frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr.

Frank Levermann
und Sonja Thieme

 

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Neues aus der Luft

Bei Google Earth gibt es über weite Bereiche von Rügen neue Aufnahmen. Sie entstanden am 8. September 2015 in einer weit größeren Auflösung als die alten Bilder. Wer interessiert ist, kann in Google Earth mit der Ortssuche Rambin und weiter zu den Grundstücken navigieren. Hier seht Ihr eine Aufnahme vom Anglerhafen „Am Fuchsberg“. Zu erkennen sind sogar die ausgebaggerte Fahrrinne und – natürlich – die Boote am Steg. Klickt das Bild an, dann seht Ihr in welch großer Qualität alles wiedergegeben wird.

Kubitzer Bodden: Anglerhafen "Am Fuchsberg" in Rambin. Aufnahme: Google Earth, 08.09.2015.

Kubitzer Bodden: Anglerhafen „Am Fuchsberg“ in Rambin. Aufnahme: Google Earth, 08.09.2015.

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Zur Eröffnung der „96“

Straßen können sexy sein. Oder die Natur kaputtmachen. Vielleicht auch zur Rennstrecke mutieren. Die B 96n bei Samtens wird im ersten Bauabschnitt eröffnet.

Straßen können sexy sein. Oder die Natur kaputtmachen. Vielleicht auch zur Rennstrecke mutieren. Die B 96n wird im ersten Bauabschnitt eröffnet.

Rambin, 8. Dezember 2015 – Fast fünf Jahre haben die Leute auf Rügen gehofft, gehadert, sich über Staus geärgert, manche auch dagegen gekämpft, viele daran gearbeitet, einige jede Menge Geld verdient. Am heutigen Dienstag aber werden Tatsachen geschaffen: Die neue Bundesstraße 96 ist fertig, der Verkehr kann rollen. Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet in Feierlaune den ersten Bauabschnitt zwischen Altefähr und Samtens. Wohl auch, weil sie sonst wenig Gründe zum Feiern hat und ihren hiesigen Bundestags-Wahlkreis „pflegen” muss.

Da zeigt doch wahrhaftig der Falsche die Raute, die doch der Kanzlerin gehört. Bei der feierlichen Eröffnung der B 96n-Südtrasse in Rambin (von links): Erwin Sellering, Ministerpräsident von MV, Angela Merkel, Bundeskanzlerin und Eckhard Rehberg MdB.

Da zeigt doch wahrhaftig der Falsche die Raute, die doch der Kanzlerin gehört. Bei der feierlichen Eröffnung der B 96n-Südtrasse in Rambin (von links): Erwin Sellering, Ministerpräsident von MV, Angela Merkel, Bundeskanzlerin und Eckhard Rehberg MdB.

Wenn von der B 96n die Rede ist, weiß jeder Rüganer worum es geht. Manche kennen auch das gelbe Schild B 96b, den Abzweig nach Mukran.

Aber wer weiß schon mit der B 96a etwas anzufangen? Das wird in der folgenden Story zu klären sein. Denn die Straße hat eine lange Geschichte und erzählt am Rande auch interessante Geschichten.

Auf jeden Fall gilt: Wenn eine Fernstraße jemals deutsche Geschichte geschrieben hat, dann die B 96 mit all ihren Vorläufern.
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Nix wie Arbeit

Einmal im Jahr wird aufgeräumt am Ufer des Kubitzer Bodden. Jede Menge Arbeit ist zum Ende der Saison im Hafen des Anglervereins zu erledigen. Wenn alle anpacken ist es schnell erledigt:

Endgültig vorbei: Der Sommer mit dieser schönen Aussicht vom Anglerhafen auf den Kubitzer Bodden.

Endgültig vorbei: Der Sommer mit dieser schönen Aussicht vom Anglerhafen auf den Kubitzer Bodden.

  • Die Fahnen, die das Fahrwasser in den Anglerhafen weisen, werden eingeholt;
  • die Holzplanken auf dem Steg werden abgebaut und unter dem Dach gelagert;
  • das vereinseigene Motorfloß und das Ruderboot werden über die Slipanlage an Land geholt und sicher gelagert;
  • Tische, Stühle und Bänke kommen ins Trockene unters Dach;
  • jede Menge Laub von den Bäumen des „Jahreszeitenwäldchens” muss zusammengeharkt werden;
  • das gesamte Hafengelände wird aufgeräumt.

Und schließlich, zur Belohnung, gibts Würstchen und Bier. Wenn Du sehen willst, wie das alles aussieht, klicke hier…

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Das Jahreszeitenwäldchen bei Rambin

Manche Schönheit entfaltet sich erst mit Weile. Oder sie wird erst gar nicht als Schönheit erkannt. Mir ging es so, als ich auf meinen Wegen am Kubitzer Bodden immer wieder an einem kleinen Wäldchen vorbeikam, hinter dem sich der Anglerhafen von Rambin versteckt. Erst als mir auffiel, wie sich das Landschaftsbild im Laufe der Zeit wandelt, entdeckte ich an ein und demselben Objekt die Ästhetik im Wechsel der Jahreszeiten. Nichts Spektakuläres. Immerhin kam es dazu, die Verwandlung in Fotos festzuhalten. So komprimieren sich jetzt zwölf Monaten auf 01:48 Minuten. Viel Vergnügen beim Beobachten einer weithin unerkannten Schönheit.

Einen früheren Beitrag zum selben Thema findest Du hier…

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„Nu sind se wech”.

Rothenkirchen. Zu früh gefreut: Eigentlich sollten sie bis zum Wintereinbruch ihre Freiheit genießen. Doch nun sind sie wieder eingesperrt – die 28 Rinder auf der Weide am Kubitzer Bodden nahe der Neuendorfer Kate.

Das Wiedervernässungs-Projekt am östlichen Kubitzer Bodden mutierte in diesem Sommer zur Trockenzone. Weil die Rinder auf der Weide nicht mehr ausreichend Nahrung fanden mussten sie zurück in den Stall und wurden inzwischen verkauft.

Das Wiedervernässungs-Projekt am östlichen Kubitzer Bodden mutierte in diesem Sommer zur Trockenzone. Weil die Rinder auf der Weide nicht mehr ausreichend Nahrung fanden mussten sie zurück in den Stall und wurden inzwischen verkauft.

Warum? Weil das Vernässungsprojekt hinter dem Deich am Kubitzer Bodden nahe der Neuendorfer Kate sich in Wirklichkeit zur Trockenzone gewandelt hatte. Wenig Regen und viel Sonne haben in diesem Sommer dafür gesorgt, dass die Rindern kein ausreichendes Futter mehr fanden. Jetzt wurden die Tiere  von der Weide genommen und verkauft. Nächstes Jahr soll die Fläche wieder von Rindern beweidet werden. Doch inzwischen hat sich neues Leben entfaltet: Tagsüber futtern sich hier die Kraniche auf ihrem Herbstaufenthalt satt.

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Freiheit der Rinder

Rambin-Rothenkirchen – Was bringt einen konventionell arbeitenden Landwirtschaftsbetrieb dazu, auf einmal ein Renaturierungsprojekt am Kubitzer Bodden zu betreiben? Dies und Antwort auf die Frage, wieso 28 Rinder der Ostseepipeline Nord Stream ihre neu gewonnene Freiheit verdanken, das alles könnt Ihr hier lesen…

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